Ach wie schön das klingt…

Kommt herbei ..kommt herbei(!) ….der Sven muss mal etwas loswerden. Alle Jahre wieder in der die Grafikpracht von Videospielen zunimmt und neue spannende Spielemechaniken entdeckt werden, die den Spieler hunderte und aberwitzig viele Stunden darüber hinaus an sich binden komme ich zu einem Punkt zurück. Dieser heißt MUSIK!

Das subtilste Mittel um Stimmung zu erzeugen..nicht nur in Videospielen. Ich bemerke es selbst morgens auf den Weg zur Arbeit. Fast alle Menschen denen ich unterwegs begegne  haben die ein oder anderen Stöpslen auf oder im Ohr. Und ebenso viele verschiedene verschiedene Geschmäcker existieren da draußen, was die Musikrichtung angeht. Ich selber höre auch ziemlich gerne Musik auf dem Weg zur Arbeit oder zumindest einen Podcast oder ein anderes auditives Medium. Da dies aber ab hier niemanden interessiert komme ich mal zum Kern zurück….

Das Gleiche erlebe ich auch bei Videospielen und Menschen mit denen ich darüber spreche. Ich selber muss allerdings zu diesem Zeitpunkt gestehen, dass ich selber zur „Grafikhure“ mutiert bin, die mehr auf FPS und und Filter in verbindung mit „Grafikpracht“ achtet, als auf das Gesamtkonzept eines Spiels (z.B. Charaktere oder Stimmungsbogen der Story) und wie gut dieses in der geschlossenen Welt übertragen wird. Streckenweise versuche ich es mir abzugewöhnen …es gelingt aber eher selten und so kann es in den letzen Jahren schon passiert sein, dass der eine oder andere epische Titel an mir vorbeigegangen ist zugunsten stumpfer, monotoner und bekannter Abläufe (sind teilweise aber schon nachgeholt worden!).

So begab es sich dann dass ich heute mal wieder „Sid Meier’s Civilization V“ startete um mich mal wieder in ein Strategiespiel einzubringen. Und da traf es mich wie ein Blitz! Der Introsoundtrack zu „Civilization V: Brave New World“ von Michael Curran. Ein Meisterwerk in sich. Ein OHRgasmus der feinsten Sorte! Ich kann jedem der ihn noch nicht gehört hat nur wärmstens empfehlen. Als ich ihn das erste Mal alleine für mich hören durfte, musste ich innerlich weinen und spürte wie ich echt berührt wurde. Die emotionale Kraft der Musik um Stimmungen zu beeinflussen trat mir so fest in die Eier, dass es schon fast weh tat. Nachdem dieser Teil des Phänomens Musik auch abgehakt wurde, bemerkte ich danach wie sehr es mich beeinflusste beim spielen. Obwohl ich es vorher natürlich auch schon „bemerkte“, wie Musik mich i.a. entweder wütender machen konnte oder mich beruhigte wurde es mir nach dem Verlust meiner „Jungfräulichkeit“ bewusster denn je und sensibilisierte mich für meine Spielebibliothek. Ich habe mir alle möglichen OST’s für meine Spiele gezogen und alle samt durchgehört. Auch Filmmusik wurde in den Fokus gerückt. Es war wunderbar für mich. Das ständige auf und ab den die Musik auslöste, half mir mich mehr auf die Welt und seine Geschehnisse einzulassen.

Natürlich klingt alles vielleicht etwas kitschig und ich höre schon die ersten „SCHWUUHUUUL!“ schreien. Dennoch solltet ihr eins versuchen…die Musik und die Soundkulisse in Videospielen besser in euer Spieleerlebnis einzubringen. Hört auf das was da im Hintergrund summt. Nutzt es um mehr und mehr in die Spielewelt einzutauchen und diese vollkommen in euch aufzusaugen. Erst dadurch werdet ein besseres Spieleerlebnis erlangen…kein vollkommenes…aber ein besseres. Und straft alle Spiele mit schlechter Musik. Es mag zwar sehr subjektiv sein was eine gute Musikuntermahlung ist, aber versucht es im Kontext des Versuchs zu sehen euch eine bestimmte Stimmung zu vermitteln (denn es bringt nichts euch aufbauende Kampfmusik um die Ohren zu hauen, wenn ihr „F“ drücken müsst, um einem toten Kameraden Respekt zu zollen…das ist falsch!).

Genauso solltet ihr nicht alles so sinnvoll finden was ich hier schreibe! Dennoch ergibt es Sinn für mich und was ich ausdrücken möchte. Ich hoffe es kam rüber. Und wer FEHLER JEGLICHER ART findet, darf sie behalten (sowohl logischer als auch grammatikalischer Natur!)!!!

Liebe Grüße

-Sven

 

 

 

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Ein Gedanke zu “Ach wie schön das klingt…

  1. Marek

    Ganz ruhig Brauner…alles wird gut… 😀
    So geht es allen, die hin und wieder mal aus der Matrix der Videospielgrafik aufwachen und merken, dass da mehr in einem Spiel steckt als nur hübsche Bilder. Sie sind nunmal eine Mischung aus Spielmechanik, Geschichte, Grafik und Musik. Nicht bei jedem Spiel ist die Verteilung gleich, nicht bei jedem muss sie auch gleich sein. Aber sie sollte immer eine ihres Zieles und Genre entsprechende Mischung dieser Teile sein! Oft verkommen aber Bestandteile dazu, einfach nur Schmiere für ein anderes Teil zu sein, damit es besser zur Geltung kommt und verfehlt dann, mit etwas Pech, seinen Effekt ganz. Der „Press F to pay respect“ Moment aus CoD ist ein Beispiel, aber da ist Musik nichmal ein Problem. Grafik hübsch, Szenerie und Plot der typischen Action Drama Singleplayer Kampagne angemessen, Musik begleitet den tragischen Moment dezent und…ja, drück eine Taste, damit dein Charakter Anteilsnahme bekundet. Das game lässt dich für nen Moment stehen und macht die ganze Aufmachung hin, wegen dieses kleinen Teils. Hätte viel besser funktioniert, wäre das eine durchgehende geskriptete Sequenz…
    Aber dir gehts ja speziell diesmal um die Beschallung… 😉
    Das schöne an Musik in Videospielen ist ja, dass sie ja auch alleine stehen kann. Das was du da mit Terra Novum von Civ 5 hattest, hatte ich mit Civ 4 vanilla, ohne die Add ons. Da gab es nämlich das wunderschöne Baba Yetu von Christopher Tin. https://youtu.be/IJiHDmyhE1A
    Vor allem zusammen mit dem Civ 4 Musikvideo, sehr sehr schön und wenn man dann nachschaut, was Baba Yetu bedeutet bzw ist, wird der Zusammenhang mit Civ umso passender und man gewinnt noch mehr Respekt davor.
    Das ist noch mit unter das schönste, wenn die Musik alleine nicht nur gut ist, sondern du damit auch andere Sachen noch verbindest, die machen das Erlebnis umso intensiver.
    Der Undertale Soundtrack ist feinste Retro Spielemusik, aber wenn man die Charaktere, zu denen die Tracks gehören, kennt, die Geschichte und so weiter, wirkt das so viel besser.
    Es ist eben das Gesamtbild, was immer noch ausschlaggebend ist, auch wenn man sich nur auf einen einzigen Teil davon fokussiert.

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